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Gebärmutterhalskrebs
Diagnose von Gebärmutterhalskrebs

Wie auch bei anderen Krebserkrankungen verursacht Gebärmutterhalskrebs in den meisten Fällen keine oder nur wenig charakteristische Symptome. Für die Diagnose von Gebärmutterhalskrebs können ein Abstrich vom Muttermund (sog. Pap-Test) oder der Nachweis von humanen Papillomaviren erbracht werden. Weiterhin können je nach Befund eine Betrachtung des Gebärmutterhalses mittels eines Koloskops oder eine Biopsie erfolgen.

Zur Einteilung von Gebärmutterhalskrebs gibt es sog. FIGO-Stadien. Die Fédération Internationale de Gynécologie et d’ Obstétrique (FIGO) hat für Gebärmutterhalskrebs eine Stadieneinteilung vorgenommen. Diese beschreiben in vier Stadien, welche Organe von Krebs betroffen sind.

Diagnose von Gebärmutterhalskrebs

Symptome von Gebärmutterhalskrebs

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen gibt es auch beim Gebärmutterhalskrebs keine oder nur unmerkliche Frühsymptome. Erst ab einer gewissen Größe zeigt der Tumor deutliche Symptome wie gelblich-braunen Ausfluss oder leichte Blutungen (z. B. nach dem Geschlechtsverkehr). Es ist ratsam, bei z. B. blutigem Ausfluss, Schleimabsonderungen, unangenehmen Gerüchen aus der Scheide oder ungewollter Gewichtsabnahme umgehend einen Gynäkologen aufzusuchen.

Vorgehen bei der Diagnose von Gebärmutterhalskrebs

Neben der körperlichen Untersuchung (Tastuntersuchung) gibt es weitere Verfahren, mit denen ein eventuell vorhandener Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert werden kann:

  • Pap-Test (Zellabstrich vom Muttermund)
  • Nachweis von Humanpapillomaviren (HPV)
  • Kolposkopie, d. h. Betrachtung des Gebärmuttermunds von der Scheide aus (Spiegelung)
  • Biopsie von Gebärmuttermund und Gebärmutterhals
  • Konisation, d. h. kegelförmige Ausschneidung aus dem Gebärmutterhals

Abgesichert wird die Diagnose von Gebärmutterhalskrebs in der Regel durch eine mikroskopische Untersuchung des Gewebes im Labor. Bestätigt sich der Verdacht, müssen weitere Untersuchungen zeigen, in welchem Stadium sich der Gebärmutterhalskrebs befindet, ob er bereits auf die Lymphknoten übergegriffen hat bzw. ob Metastasen in anderen Organen vorhanden sind. Dazu werden in der Regel bildgebende Verfahren wie Sonografie (Ultraschall), Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) angewandt. Auch endoskopische Untersuchungen wie Blasen- oder Darmspiegelung werden eingesetzt, um weiteren Aufschluss zu geben und eine Klassifizierung nach TNM vorzunehmen.

Krebsfrüherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Um Gebärmutterhalskrebs frühzeitig zu erkennen, und damit die Therapiechancen zu erhöhen, stehen jeder Frau ab dem 20. Lebensjahr Maßnahmen zur Krebsfrüherkennung zu. Einmal im Jahr kann sich jede Frau vorsorglich auf Gebärmutterhalskrebs untersuchen lassen. Der Arzt untersucht dabei den Muttermund und nimmt einen Abstrich von Muttermund Gebärmutterhalskanal. Sollten dabei Veränderungen aufgetreten sein, führt der Arzt in der Regel eine Koloskopie (eine Betrachtung des Muttermundes mithilfe einer vergrößernden Lupe, dem Koloskop) durch.

Diagnose von Gebärmutterhalskrebs: FIGO-Stadieneinteilung

Die internationale Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (Fédération Internationale de Gynécologie et d’ Obstétrique), abgekürzt FIGO, hat zur besseren Vergleichbarkeit von Gebärmutterhalskrebs eine Einteilung vorgenommen. Bei Gebärmutterhalskrebs lassen sich vier Stadien unterscheiden.

  • Stadium I: Der Tumor ist begrenzt auf den Gebärmutterhals (Zervix).
  • Stadium II: Der Tumor ist über die Gebärmutter (Uterus) hinausgewachsen. Die Beckenwand sowie das untere Drittel der Scheide sind noch nicht betroffen.
  • Stadium III: Der Tumor hat sich bis zur Beckenwand und/oder bis zum unteren Drittel der Scheide ausgebreitet. Der Tumor kann auch einen Harnstau (Hydronephrose) oder eine sog. stumme Niere verursachen.
  • Stadium IV: In diesem Stadium ist die Schleimhaut von Blase oder Enddarm (Rektum) betroffen oder der Krebs hat die Grenze des kleinen Beckens überschritten.
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Therapie Gebärmutterhalskrebs

Die Therapie von Gebärmutterhalskrebs richtet sich u. a. nach dem Schweregrad der Erkrankung. Aber auch allgemeiner Gesundheitszustand, Lebensqualität und z. B. die Frage nach der Familienplanung haben einen Einfluss auf die Therapiewahl. In den meisten Fällen wird das betroffene Gewebe operativ entfernt. Ggf. erfolgt auch eine Entfernung von Lymphknoten. Um noch vorhandene Krebszellen zu vernichten, können auch Chemotherapie oder Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Auch eine Kombination von beiden Verfahren ist möglich. Sollte es zu einem Rückfall der Krankheit kommen, werden meist Operation und Chemotherapie durchgeführt. Eine erneute Strahlentherapie findet in der Regel nicht statt.

Diagnose Gebärmutterhalskrebs

Wie auch bei anderen Krebserkrankungen verursacht Gebärmutterhalskrebs in den meisten Fällen keine oder nur wenig charakteristische Symptome. Für die Diagnose von Gebärmutterhalskrebs können ein Abstrich vom Muttermund (sog. Pap-Test) oder der Nachweis von humanen Papillomaviren erbracht werden. Weiterhin können je nach Befund eine Betrachtung des Gebärmutterhalses mittels eines Koloskops oder eine Biopsie erfolgen.

Zur Einteilung von Gebärmutterhalskrebs gibt es sog. FIGO-Stadien. Die Fédération Internationale de Gynécologie et d’ Obstétrique (FIGO) hat für Gebärmutterhalskrebs eine Stadieneinteilung vorgenommen. Diese beschreiben in vier Stadien, welche Organe von Krebs betroffen sind.

Um die Therapie von Gebärmutterhalskrebs zu planen, ist es wichtig, Größe und Ausbreitung des Tumors zu kennen. Hierbei kann das sog. TNM-Klassifikationssystem helfen. T steht für Primärtumor und beschreibt die Größe des Tumors. N gibt die Anzahl der befallenen Lymphknoten angegeben. Die Zahl nach dem M beschreibt, ob und wie viele Fernmetastasen vorliegen.