Gebärmutterhalskrebs
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Gebärmutterhalskrebs
Als Gebärmutterhalskrebs (oder auch Zervixkarzinom) werden bösartige Tumoren des Gebärmutterhalses bezeichnet. Obwohl der Gebärmutterhals ein Teil der Gebärmutter ist, darf diese Krebserkrankung nicht mit dem Gebärmutterkrebs verwechselt werden. Gebärmutterhalskrebs entsteht meist aus Epithelzellen des Gebärmutterhalses, seltener aus Zellen der Schleimhaut. Beim Gebärmutterkörperkrebs hingegen geht der Tumor fast immer von der Gebärmutterschleimhaut aus. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen diesen beiden Krebsarten: Für den Gebärmutterhalskrebs existieren heute Früherkennungs- und Vorsorgemaßnahmen (Pap-Test, HPV-Impfung) bei Gebärmutterkörperkrebs gibt es bisher keine Präventivmaßnahmen.
Erhebungen des Robert Koch-Instituts zufolge erkranken pro Jahr ca. 6.200 Frauen in Deutschland an einem Zervixkarzinom. Bezogen auf das Alter der erkrankten Frauen zeigt sich eine deutlich erhöhte Zahl der Krankheitsfälle im Alter zwischen 35 und 54 Jahren sowie bei Frauen über 65 Jahren. Während in den 1970er Jahren Gebärmutterhalskrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen war, sind durch die seitdem etablierten Vorsorgemöglichkeiten sowohl die Zahl der Neuerkrankungen als auch die Mortalitätsrate zurückgegangen.
Die Gebärmutter (Uterus) ist ein birnenförmiges Hohlorgan, das aus dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri), dem Gebärmutterhals (Cervix uteri) und dem äußeren Muttermund (Portio vaginalis) besteht. Der rund 3 cm lange Gebärmutterhals verbindet den Gebärmutterkörper mit der Scheide.
Als Gebärmutterhalskrebs werden bösartige Neubildungen bezeichnet, die von Zellen des Gebärmutterhalses ausgehen. Meist sind Oberflächenzellen (sog. Epithelzellen) verändert. In diesem Fall handelt es sich um ein Plattenepithelkarzinom. Seltener treten Neubildungen des Drüsengewebes im oberen Teil des Gebärmutterhalses auf. Diese Tumoren werden als Adenokarzinome bezeichnet.